Wasserrohrbruch - was tun?

Ein Wasserrohrbruch ist eine Katastrophe, denn er kann ganze Haushälte innerhalb kürzester Zeit vollständig lahmlegen.  Es gilt also, den Rohrbruch rechtzeitig zu bemerken, damit die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können. Ansonsten tritt das Wasser vollkommen unkontrolliert aus und das Mauerwerk zieht jede Menge Feuchtigkeit an.
Die Folge davon ist nicht nur ein unangenehmer, modriger Geruch – es droht vielmehr ein um sich greifender Schimmelbefall und dieser ist bekanntlich extrem gesundheitsschädigend.

Einen Wasserrohrbruch erkennen – ist das überhaupt möglich?

Eklatante Schäden am Haus können nur dann sicher vermieden werden, wenn der Rohrbruch rechtzeitig erkannt wird.
Ein sicheres Anzeichen dafür ist eben jener modrige Geruch.
Bestenfalls sollte aber schon zuvor bemerkt werden, in welchem bedrohlichen Zustand das Wasserrohr bereits ist. Diesbezüglich muss zwischen zwei Bauarten unterschieden werden:

1. Aufputz-Leitungen:

Diese Leitungen sind hauptsächlich in Altbauten zu finden.
Bei genauem Hinsehen erkennt man eine Pfütze in Höhe der Rohrbruchstelle auf dem Boden. Mit etwas Glück ist die defekte Stelle des Rohres aber lediglich brüchig und noch nicht gebrochen. In diesem Falle ist der Schaden recht schnell durch den Fachmann behoben!

2. Unterputz-Leitungen:

Bei dieser Bauweise ist der Rohrbruch meistens schon fortgeschritten, bis man es mitbekommt. Betroffen sein können sowohl die Trinkwasserleitung, als auch die Abwasserrohre. Helle Flecken in der Wand deuten auf ersteres hin, bei deutlichen Schmutzflecken ist das Abwasserrohr ursächlich.

Rohrbruch Folgen Schimmelbildung im Mauerwerk

Ein Wasserrohrbruch sorgt häufig für Schimmelbildung an der Wand.

Rohrbruch Ursachen

So banal es klingen mag, aber die Ursachen für einen Wasserrohrbruch sind ähnlich, wie die Ursachen für einen verstopften Abfluss.
Ablagerungen aus Schmutz, Fettrückständen und Haaren sind auch Gift für die Rohre im Haus. Hinzu kommen außerdem noch Rost in den Leitungen und Frost bei älteren Gebäuden.
Im letzten Falle können aufgrund der Kälte die Rohre schlimmstenfalls sogar platzen.
Durch Reparaturen und Neuanschlüsse gelangen gerne auch mal Dichtungs- und Beschichtungsmaterialien, sowie Sand in das Leitungssystem und somit auch in die Installationen des Hauses. Dieses Gemisch lässt sich am Ende in den Rohrleitungen nieder – Lochfraß und Korrosionen sind da vorprogrammiert!

Wasserrohrbruch – wer kommt für die Schäden auf?

Wasserrohrbruch: wer zahlt? So ein Rohrbruch ist nicht nur äußerst unangenehm, sondern auch mit hohen Kosten verbunden.
Versicherungen sind da eine echte Hilfe, von daher sollte man sich mit dieser Materie bereits befassen, bevor so etwas passiert.

Doch welche Versicherungen greifen bei Rohrbrüchen?

Für den Schaden innerhalb der eigenen Wohnung kommt im Regelfall die Hausratsversicherung auf. Hat der Rohrbruch auch zu einem Wasserschaden in der Nachbarswohnung geführt, wird die Haftpflichtversicherung aktiv.
Als Mieter muss man im Schadensfalle umgehend den Vermieter über den Sachverhalt informieren, da dessen Gebäudeversicherung ebenfalls eine entsprechende Meldung erwartet.

Vorgehensweise bei Wasserrohrbrüche

  • Die Hauptleitung zudrehen, damit nicht noch mehr Wasser austreten kann.
  • Eventuell auch den Strom Abschalten. Elektro und Feuchtigkeit sind eine gefährliche Kombination!
  • Die Versicherung, der Vermieter und /oder Hausmeister müssen unverzüglich informiert werden, damit die Kosten auch tatsächlich übernommen werden!
  • Rufen Sie einen Rohrprofi Notdienst an.
  • Machen Sie eine Schadensdokumentation. Bilder und Beschreibung der Schäden sollen an der Versicherung und an allen Beteiligten weitergeleitet werden.
  • Werfen Sie nichts weg! Egal, wie nass es ist oder wie modrig es riecht.

Tipp: Vor dem Abschluss einer entsprechenden Versicherung sollen Sie unbedingt das Kleingedruckte lesen, damit Sie am Ende nichts unterschreiben, was eine Kostenübernahme in einem späteren Schadensfall ausschließen könnte!

Rohrbruch vorbeugen – Geht das überhaupt?

Es gibt für einen Rohrbruch keine „Vorbeuge-Impfung“, doch man kann bei rechtzeitigem Handeln Folgeschäden vermeiden und dadurch den Schaden eindämmen.
Es gilt zunächst, ein unkontrolliertes Austreten des Wassers erfolgreich zu unterbinden.
Leckage-Schutzgeräte übernehmen diesen Part, sofern sie vorsichtshalber mit in die Hauseingangsinstallation integriert werden. Diese Geräte überwachen quasi den individuellen Wasserverbrauch kontinuierlich. Weichen die Daten rapide von den Durchschnittswerten ab, sollte die Installation sicherheitshalber umgehend gesperrt werden!
Sollte es sich jedoch um einen Fehlalarm handeln, lässt sich die Sperrung mittels eines einfachen Knopfdrucks schnell wieder lösen.

Auch eine regelmäßige Dichtheitsprüfung der (Ab)Wasserleitungen verschafft Gewissheit.

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